Research, Design im Raum

Raum für... – 
Eine Wanderausstellung zum
Thema Heteronormativität

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Eine Wanderausstellung zum
Thema Heteronormativität

Raum für... – 
Eine Wanderausstellung zum
Thema Heteronormativität

Raum für... – 
Eine Wanderausstellung zum
Thema Heteronormativität

Raum für... – 
Eine Wanderausstellung zum
Thema Heteronormativität

2018
Seminararbeit
HTWG Konstanz

Leitfrage.

Sexualität entsteht durch den Raum…

Ermöglicht die Nutzung von Real-Objekten eine Steigerung der Immersion und eine daraus mögliche kostengünstigere, vielfältigere Nutzung?

Ermöglicht die Nutzung von Real-Objekten eine Steigerung der Immersion und eine daraus mögliche kostengünstigere, vielfältigere Nutzung?

Zusammenfassung.

Die Wanderausstellung „Raum für..“ lenkt den Blick auf das starre Konstrukt Heteronormativität. Die Ausstellung soll aufzeigen, wo die Heteronormativität lediglich als künstliches und erdachtes Konstrukt vorhanden ist und somit Personengruppen in ihrem Leben behindert und beschneidet. Um auf dieses Konstrukt aufmerksam zu machen, wurde in einem interdisziplinären Seminar der HTWG Konstanz und der Universität Konstanz eine Ausstellung konzipiert, in der gezeigt wird, wie Heteronormativität das Denken, Empfinden und Handeln aller Menschen direkt oder indirekt beeinflusst.

Ist-Zustand.

Dank der Politik und dem Einsatz verschiedenster Personengruppen hat sich die rechtliche Akzeptanz von sexuellen Mehr- und Minderheiten stark verbessert. Dennoch herrscht in der Gesellschaft weiterhin eine starke heterosexuelle Geschlechtskultur. Diese reicht von Beziehungen über Veranstaltungen bis hin zu Konsumartikeln und sogar zur Sprache. Die Ausstellung baut modellhaft mentale und physische Räume auf, in denen diese Normen prägend sind und macht Unbewusstes bewusst.

Die Popularität ist in den vergangenen Jahren immer mehr gestiegen. Somit werden auch immer mehr Hardwarelösungen entwickelt, die versuchen Haptik aufwendig zu simmulieren. Das VR-Magazin mixed.de beschreibt das Problem sehr gut: "Haptik-Controller für VR: Hohe Erwartungen, kaum Ergebnisse" Auch in eigenen Projekten wurde bereits festgestellt, dass der Controller eine Schwachstelle des Systems sein könnte und eine bessere Lösung benötigt wird.

Ziel?

Da die gesamte Thematik einen sehr gesellschaftsrelevanten Inhalt transportiert und das Bewusstsein in der Gesellschaft sehr schlecht gegeben ist, bestand bei mir großes Interesse daran, diese Thematik attraktiv zu vermitteln. Wir wollten daher als Gruppe eine Ausstellung entwickeln, die Besucher*innen für den kritischen Umgang mit heteronormativen Selbstverständlichkeiten sensibilisiert.

Research

Research

Research

DesignThinking, IDEO, Sprints uva.

Eine besondere Herausforderung bei diesem Projekt war die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Disziplinen. 28 Studierende unterschiedlichster Fachbereiche haben gemeinsam an diesem Projekt mitgewirkt. Viele der Studierenden hatte noch keine bis wenig Erfahrung bei der Erstellung einer Ausstellungskonzeption. Um somit für alle Studierenden eine gemeinsame Arbeitsstruktur zu gefährleisten, wurde eine entsprechende Arbeitsmethodik entwickelt, nach der gearbeitet wurde. Bei der Erstellung dieser Methodik hatte ich maßgeblichen Einfluss. Der Prozessplan wird mittlerweile sogar durch Prof. Karin Kaiser in Ihrer Lehre eingesetzt.

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Theoretische Wissensbasis.

Durch die hohe Anzahl an Studierenden aus unterschiedlichen Studienfächern ist der Wissenstand sehr unterschiedlich gewesen. Jedes Fach brachte seine eigenen Erfahrungen und Wissen in das Projekt mit, dennoch wurde versucht den Wissenstand anzugleichen. Da die Thematik sehr komplex ist, war die besondere Auseinandersetzung mit dem Thema Heteronormativität, Geschlecht, Leiblichkeit und Raumtheorie von großer Bedeutung. Auch die Auseinandersetzung mit Sexualität in unterschiedlichen geografischen, gesellschaftlichen und gedanklichen Räumen war ein großer Teil der Arbeit.

Gesamtkonzept

Gesamtkonzept

Gesamtkonzept

Zwei Informationsebenen.

Ein Kernpunkt meines Aufgabengebietes war die Ausarbeitung eines gesamten Raumkonzeptes. Dabei wurde in einer Kleingruppe aus drei interdisziplinären Studierenden aus Design, Architektur und Innenarchitektur das folgende Raumkonzept entwickelt. Die Grundmetapher der Ausstellung bildet ein Zebrastreifen. Dieser repräsentiert Ordnung, Regeln und Normen, wie sie in der Gesellschaft wiederzufinden sind. Im Rahmen der Ausstellung bricht der Zebrastreifen immer mehr auf und wird zu einem farbigen Zebrastreifen, welcher den Wandel des Besuchers aufgreift. Die Heteronormativität wird durch Denkräume als etwas Gebautes deutlich gemachen, welche durch verschiedene Informationsebenen wie Bewegung, Auffächerung und Veränderung unterstützt wird.

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Raumkonzept

Raumkonzept

Raumkonzept

Heteronormativität im Konsumraum.

Heteronormativität im Konsumraum.

Heteronormative Strukturen sind im Konsumraum besonders beispielhaft. Veraltete Rollenbilder zeigen dabei Omnipräsenz und prägen vorherrschende Denkmuster. Der Raum für Konsum soll ein Bewusstsein für heteronormative Strukturen schaffen, indem die Besuchenden den Raum betreten und sich für eine Seite entscheiden müssen. Mann oder Frau?

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Raumkonzept.

Die Trennung der Hälften nach Mann und Frau erfolgt durch eine Stange, an der Kleidungsstücke hängen. Diese sind mit Adjektiven versehen, die aufzeigen sollen, welche Eigenschaften mit welchem Geschlecht häufig verknüpft werden. Auf beiden Seiten handelt es sich jedoch um die identischen Kleidungsstücke, die nur mit „geschlechtsspezifischen“ Adjektiven besetzt wurden. Dies soll beschreiben, dass Heteronormativität ein Denkmuster ist, das durch einen Perspektivwechsel durchbrochen werden kann. Das wird auch in der Kleiderstange deutlich, die eine optische Trennung darstellt, gleichzeitig aber auch beide Seiten miteinander vereint und für alle zugänglich ist.

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Werkschaubericht

Werkschaubericht

Werkschaubericht

Heteronormativität im Konsumraum.

Heteronormative Strukturen sind im Konsumraum besonders beispielhaft. Veraltete Rollenbilder zeigen dabei Omnipräsenz und prägen vorherrschende Denkmuster. Der Raum für Konsum soll ein Bewusstsein für heteronormative Strukturen schaffen, indem die Besuchenden den Raum betreten und sich für eine Seite entscheiden müssen. Mann oder Frau?

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Conclusion

Conclusion

Team.

Das interdisiziplinäre Team setzte sich aus Studierenden der Literatur- und Medienwissenschaft, den Gender Studies sowie aus dem Kommunikationsdesign und der Architektur zusammen.

Learnings.

Zu meinen Aufgabenbereichen gehörte primär die Erstellung eines gesamten Raumkonzeptes sowie die Erstellung einer Modellwelt. Desweiteren führte ich im Rahmen des Projektes administrative Tätigkeiten aus und war maßgeblich für die Erstellung einer Werkschauausstellung zuständig.

Reflektion.

...

Das Feedback von Testpersonen und Professoren zeigte die Relevanz eines solchen Konzepts. Die Nutzung von realer Haptik kann eine kostengünstige und vielseitige Nutzung ermöglichen.