Design im Raum, Interaction Design

Geschichte zum Mitnehmen –
Stadtmuseum Radolfzell

Geschichte zum Mitnehmen –
Stadtmuseum Radolfzell

Geschichte zum Mitnehmen –
Stadtmuseum Radolfzell

Geschichte zum Mitnehmen –
Stadtmuseum Radolfzell

Geschichte zum Mitnehmen –
Stadtmuseum Radolfzell

2018
Stadt Radolfzell
HTWG Konstanz

Leitfrage.

Wie kann die Geschichte einer Stadt spannend und modern vermittelt werden?

Ermöglicht die Nutzung von Real-Objekten eine Steigerung der Immersion und eine daraus mögliche kostengünstigere, vielfältigere Nutzung?

Ermöglicht die Nutzung von Real-Objekten eine Steigerung der Immersion und eine daraus mögliche kostengünstigere, vielfältigere Nutzung?

Zusammenfassung.

Das Stadtmuseum Radolfzell zeichnet sich durch sein Denkmal geschütztes Apothekerhaus aus dem Jahr 1689 aus. In den Ausstellungsräumen aus dem Jahr 2006 wird das historische Apothekenwesen mit der Stadtgeschichte Radolfzell verbunden. Zusammen mit wechselnden Sonderausstellungen wird dem Besucher ein reichhaltiges Angebot gegeben. Nach mehr als zehn Jahren ist die Ausstellung aber in die Jahre gekommen und die Bewohner Radolfzells schenken ihr kaum noch Beachtung. Es wurde entsprechend ein Konzept erstellt, welches nicht nur für den Tourismus attraktiv ist, sondern auch für die Einwohner einen erneuten Mehrwert liefert.

Ist-Zustand.

Die Ausstellung aus dem Jahr 2006 ist in die Jahre gekommen und für viele Besucher nicht mehr attraktiv. Um den Besucherstrom und die Attraktivität des Museums zu erhöhen, ist eine moderne Präsentation der Einzelthemen gewünscht. Dabei soll ein Entwicklungsschwerpunkt auf „Kinder und Jugendliche“ mit viel interaktiver Einrichtung verfolgt werden.

Die Popularität ist in den vergangenen Jahren immer mehr gestiegen. Somit werden auch immer mehr Hardwarelösungen entwickelt, die versuchen Haptik aufwendig zu simmulieren. Das VR-Magazin mixed.de beschreibt das Problem sehr gut: "Haptik-Controller für VR: Hohe Erwartungen, kaum Ergebnisse" Auch in eigenen Projekten wurde bereits festgestellt, dass der Controller eine Schwachstelle des Systems sein könnte und eine bessere Lösung benötigt wird.

Ziel?

Wir wollten eine Museumsdramaturgie erreichen, die einen Mehrwert für den Besucher schafft. Es sollte eine Dramaturgie erreicht werden, die mehrmalige Besuche ermöglicht. Entstehen soll ein Museum der Zukunft, ein Museum zum Anfassen.

Das Museum

Das Museum

Das Museum

Das Stadtmuseum Radolfzell zeichnet sich durch sein spezielles
historisches Apothekergebäude aus. Ausgestattet mit einer
Biedermeier Apotheke dient es als Alleinstellungsmerkmal für
ein Stadtmuseum. Die Herausforderung besteht also darin,
diese beiden Erzählstrenge in einem Konzept zu vereinen.

Das Stadtmuseum Radolfzell zeichnet sich durch sein spezielles
historisches Apothekergebäude aus. Ausgestattet mit einer
Biedermeier Apotheke dient es als Alleinstellungsmerkmal für
ein Stadtmuseum. Die Herausforderung besteht also darin,
diese beiden Erzählstrenge in einem Konzept zu vereinen.

Das Stadtmuseum Radolfzell zeichnet sich durch sein spezielles
historisches Apothekergebäude aus. Ausgestattet mit einer
Biedermeier Apotheke dient es als Alleinstellungsmerkmal für
ein Stadtmuseum. Die Herausforderung besteht also darin,
diese beiden Erzählstrenge in einem Konzept zu vereinen.

Unterstützung des Charakters.

Orientiert an dem Charakter des Hauses und der Apotheke wurde ein Gestaltungskonzept entwickelt, welche diesen Charakter ins gesamte Museum überträgt. Dennoch tritt die Gestaltung in den Hintergrund und lenkt nicht von den Exponaten ab, sondern unterstützt die Informationsvermittlung.

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Mehr für die Stadt.

Um das Stadtmuseum nicht nur für Touristen attraktiv zu gestalten, sondern den Bewohner Radolfzells erneut einen Anreiz für einen Besuch zu geben, wurde die Fläche für Wechselausstellungen um zwei weitere Räume vergrößert. Daneben wurde ein Raum speziell für die Radolfzeller entwickelt, in dem Fragen zur Zukunft Radolfzells beantwortet werden können. Dadurch wird das Museum zu einem Ort des Austausches, zur Brücke zwischen Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. 

Wechselausstellung
heute-und-Morgen
Fragen_Heute_und_Morgen

Interaktiver Mehrwert

Interaktiver Mehrwert

Interaktiver Mehrwert

Hausgeschichte_Baufenster
Hausgeschichte_AR

Mit AR die Vergangenheit erleben.

Um die Geschichte des Hauses wieder aufleben zu lassen, werden die vorhandenen Baufenster als AR-Marker genutzt und mit digitalen Inhalten bespielt. So wird ermöglicht, zwei Erzählstränge in einem Raum zu verbinden, ohne bauliche Maßnahmen vorzunehmen.

Geschichte zum Mitnehmen.

Um die Stadt- und Hausgeschichte zu verknüpfen und dem Besucher einen Mehrwert der Aussetllungs zu gewährleisten, erhält er einen persönlichen Museumsbegleiter, welcher als Interaktionselement und Datenspeicher fungieren kann. Eine personalisierte Apothekerflasche begleitet den Besucher durch die Ausstellung und ermöglicht eine altersgerechte Informationsvermittlung.


↳ Personalisiert
↳ Altersgerechte Informationen On–Demand
↳ Speicher für Medien
↳ Interaktionselement zur Steuerung von Inhalte

Flasche_Museumsbegleiter

Multimediale Unterstützung.

Um das Museum im Gesamten moderner und anpassbarer zu gestalten, wurden im Konzept eine vielzahl medialer Stationen intergriert. Diese Stationen ermöglichen einerseits eine altersgerechte Informationsvermittlung, andererseits können die möglichen Inhhalte immer wieder ausgetauscht werden.

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Artboard

Dramaturgie

Dramaturgie

Dramaturgie

Briefing

Das Haus wird zum Exponat.

Ihm Rahmen der Neukonzeption wurde das Gebäude daher selber zum Exponat und ist Teil der Stadtgeschichte. Es soll seine Geschichte erzählen und bekommt den Raum den, es als Exponat benötigt. Daher werden die Räume in zwei Ebenen getrennt:

Stadtgeschichte und Hausgeschichte

Ein spezielles Möbelkonzept.

Um mit den Ausstellungsmöbeln nicht mit dem Exponat des Hauses zu konkurrieren, wurden spezielle Möbel konzipiert, die durch die Nutzung verschiedener Schichten scheinbar im Raum schweben. Neben der Reduzierung der Masse dienen die Schichten auch als unterschiedliche Informationsebenen, um unterschiedliche Tiefen eines Themas zu vermitteln.

Grundrisse

Grundrisse

Grundrisse

Conclusion

Conclusion

Team.

Carolin Frömel (Kommunikationsdesign)
Jan Pielmann (Architektur)
Dennis Pütz (Kommunikationsdesign)
Jonas Sackmann (Architektur)
Bastian Schleicher (Architektur)

Learnings.

...

Aufgaben.

...

Das Feedback von Testpersonen und Professoren zeigte die Relevanz eines solchen Konzepts. Die Nutzung von realer Haptik kann eine kostengünstige und vielseitige Nutzung ermöglichen.

Auszeichnung.

Studentenwettbewerb Stadt Radolfzell
verliehen durch
Stadt Radolfzell und HTWG Konstanz
1. Platz
↳ Das Konzept wurde im Nachgang vor dem Kulturausschuss präsentiert. Eine Umsetzung war geplant, erfolgte letztendlich aber  nicht.